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Kinoreport Schierke

Unser Service Kino in Hasbergen: Gerda und Emma Schierke erzählen.

 

Was selbst viele „Ureinwohner" nicht wissen: In Hasbergen gibt es nicht erst seit 1956 Kinovorstellungen. In den Anfängen spielt sich in dem großen, um 1875 errichteten Gebäude am Roten Berg, nur Saalbetrieb ab.

 

Gasthof Schierke um 1920
Gasthof Schierke um 1920

 

Das ändert sich 1933 mit der Machtübernahme. Damals beansprucht die Gau-Filmstelle Weser-Ems den Saal, um Schwarzweißfilme und die Wochenschau vorzustellen. Somit bleiben auch die Hasberger nicht von der Propaganda verschont. Gegen Ende des Krieges wird die Schneidereifirma Busch in den großen Saal des Gasthofes Schierke umquartiert, da die Fabrik in Osnabrück den Bomben zum Opfer gefallen ist.

 

Gerda kann sehr amüsant unterhalten.
Gerda kann sehr amüsant unterhalten.

 

Schon bald nach Ende 1945 unterhält Friederich Schröder aus Georgsmarienhütte einen kleinen Wanderspielbetrieb, der in Hütte und Hagen gastiert und auch den Gasthof Schierke mit Filmen beliefert. Zum Repertoire der damaligen Zeit zählen zum Beispiel Filme wie: „Der Postmeister" mit Heinrich George .

 

Wenn diese Pinwand erzählen könnte...
Wenn diese Pinwand erzählen könnte...

 

1956 wandelt sich der Gasthof Schierke vom Saalbetrieb mit gelegentlicher Kinovorstellung schließlich zum Vollzeit-Kino. Emma und Gerda übernehmen jetzt endgültig das Kommando. In dieser Zeit bestehen die Sitzmöglichkeiten des Kinos aus Holzklappstühlen, so dass man den Kinosaal schnell in einen Festsaal für große Feiern geschlossener Gesellschaften umfunktionieren kann. Für kleinere Feiern steht ein separater, kleinerer Saal zur Verfügung.

 

Emma an "ihrem" Arbeitsplatz, der Bar im Vorstellungsraum
Emma an "ihrem" Arbeitsplatz, der Bar im Vorstellungsraum

 

1980 tritt eine entscheidende Wende im Hasberger Kinogeschäft ein. Gerda und Emma entschließen sich dazu, auf den großen Saalbetrieb zu verzichten: Die Berglichtspiele werden, ganz im Trend jener Zeit, zum Servicekino ausgebaut. In Osnabrück ist gerade das große Kinosterben zu Ende gegangen und auch in Hasbergen hat man es geschafft, die Menschen vom Pantoffelkino zurückzuerobern. Bequem gepolsterte Sessel und eine Bar lassen bei Schierkes eine urgemütliche Atmosphäre entstehen, für die das Kino weit über die Grenzen der Hüggelgemeinde bekannt ist.

 

Die Aufgabenverteilung ist klar: Gerda an der Kasse
Die Aufgabenverteilung ist klar: Gerda an der Kasse

 

Die nächste große Erneuerung der Berglichtspiele kann man ab 1997 vor allen Dingen hören. In diesem Jahr investieren die Geschwister Emma und Gerda eine größere Summe in ihren Betrieb, indem sie die Akustik des Saals auf Dolby Surround Sound umstellen. Heute zeigen sich die „Berglichtspiele Hasbergen" so aktuell wie nie zuvor, denn die beiden schaffen es fast immer, den Verleihern die Rosinen aus dem Kuchen zu picken.

 

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