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Töpferei Niehenke

Firmenportrait Töpferei Niehenke in Hasbergen und Hagen

 

Der Pottbäcker am Hüggel

 

Am Fuße des Hüggels befindet sich eine Firma, die auf eine sehr lange Tradition zurückschauen kann: Die Töpferei Niehenke, auch Pottbäcker genannt.

 

Schon vor 2000 Jahren wurde im heutigen Hagener und Hasberger Raum getöpfert, was Grabfunde belegen.

 

Seit etwa 1800 war die Töpferfamilie Niehenke in Hagen bekannt und fertigte dort ihr bäuerliches Gebrauchsgeschirr.

 

Familie Niehenke im Juli 2001
Familie Niehenke im Juli 2001


Hermann Niehenke jr. und Inge Niehenke 1995
Hermann Niehenke jr. und Inge Niehenke 1995

 

Im Jahre 1895 gründete Bernhard Niehenke (1874-1917), bereits in der dritten Generation, seinen Betrieb in Hagen. 1900 wurde der Betrieb direkt auf die Grenze zwischen Hasbergen und Hagen verlegt. Hier, am Rand des Hüggels, befindet sich die Töpferei noch heute.

 

Bis 1910 fertigte man hier irdenes Geschirr, doch als emailliertes Blechgeschirr und Porzellan aufkamen, mussten alle herkömmlichen Töpfereien ihre Produktion einstellen.
Nicht so im Familienbetrieb Niehenke: Die 7 Söhne von Bernhard waren allesamt technisch begabt und erfinderisch, so dass sie die Geschirrtöpferei nach dem Tod ihres Vaters in eine Blumentopffabrik umfunktionierten.

 

Blick in den Verkaufsraum
Blick in den Verkaufsraum

 

Sie entwarfen eigenständig eine Lehmmühle und schafften zwei Blumentopfpressen an. Der Schritt von der Handfertigung zur maschinellen Serienproduktion war getan. Bis 1970 wurden täglich zehntausend Blumentöpfe hergestellt.
Anfang der 70er Jahre kam dann eine weitere moderne Entwicklung auf, der Plastikblumentopf, und Tonblumentöpfe waren nicht mehr gefragt.
Etwa zeitgleich wurden Handarbeit und Kunsthandwerk wieder mehr Beachtung geschenkt, so dass nach und nach wieder Geschirr getöpfert wurde, bis in die heutige Zeit. Der Ton ist im Teutoburger Wald gegraben worden und wird selbst aufbereitet und verarbeitet.

 

Bernhard Niehenke zeigt auf die Grenze zwischen Hasbergen und Hagen.
Bernhard Niehenke zeigt auf die Grenze zwischen Hasbergen und Hagen.


Der älteste Sohn von Bernhard, Herrmann, ist der Großvater des heutigen Leiters, der genau wie sein Uropa Bernhard Niehenke heißt. Er leitet den Familienbetrieb seit 1988, als er seine Meisterprüfung machte. Zuvor hielt er sich in Spanien und Lateinamerika auf, wo er unter anderem Dreh-Aufbau-Techniken erlernte.

Mit dieser Maschine wurden täglich 10000 Blumentöpfe hergestellt.
Mit dieser Maschine wurden täglich 10000 Blumentöpfe hergestellt.

 

Auf dieser speziellen Rotationsmaschine wurden die Töpfe vorgelagert- und getrocknet.
Auf dieser speziellen Rotationsmaschine wurden die Töpfe vorgelagert- und getrocknet.

 

Einer der sagenumwobenen Hüggelzwerge...
Einer der sagenumwobenen Hüggelzwerge...

 

Zusätzlich zu seinem handwerklichen Können, weiß Bernhard viele Geschichten aus alter Zeit zu erzählen, unter anderem vom Schmied am Hüggel, der zwergenähnliche Helfer hatte, die Sgönauken (althochdeutsch/plattdeutsch: "schöne Augen"). Sein Großonkel Karl Niehenke modellierte zusammen mit seinen Brüdern diese Zwerge beim Feuern des Brennofens. Noch heute sind diese "kauzigen Kerle" in der Töpferei und in der Gaststätte "Zur Hüggelschlucht" zu besichtigen , die ebenfalls einem Zweig der Familie Niehenke gehört.

 

Bernhard schließt den modernen Brennofen und stellt auf Automatik.
Bernhard schließt den modernen Brennofen und stellt auf Automatik.

 

Mit ein paar kräftigen Schlägen wird der Ton in die Grundform gebracht.
Mit ein paar kräftigen Schlägen wird der Ton in die Grundform gebracht.

 

Reichlich Druck an der richtigen Stelle und bald wird daraus ein Topfdeckel.
Reichlich Druck an der richtigen Stelle und bald wird daraus ein Topfdeckel.

 

Handarbeit
Handarbeit

 

Hier bekommt eine Kuchenform die großzügige Stückeinteilung.
Hier bekommt eine Kuchenform die großzügige Stückeinteilung.

 

Ein bischen kann man Großmutters Kuchen schon riechen - oder?
Ein bischen kann man Großmutters Kuchen schon riechen - oder?

 

Heutzutage verbindet die Töpferei Geschichte und Tradition mit moderner Töpfereitechnik. So existieren neben den effektiven neuen Öfen noch die alten von 1900 und 1910.
Wegen der interessanten Geschichte des Betriebes und der Familie, bietet sich die Töpferei auch als Ausflugsziel an. Eine kompetente Führung durch die alte und neue Werkstatt, vom Leiter Bernhard persönlich, sowie selbstgebackener Kuchen und eine gemütliche Atmosphäre, locken viele Besucher an.
Auch Schulklassen nutzen das lehrreiche Angebot der Töpferei, die nun bereits in der 6. Generation ihre hochwertigen Waren herstellt.
Telefon: 05405-3313

 

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